Zurück aus dem Urlaub hatten wir letzte Wochen auf dem Stoppelacker hinter dem Hof eine lange Schleppe mit dem Apportiersack gemacht, ebenso Freitags noch eine Federwildschleppe in Rod, alles ok.
Am Sonntag beim Hundekurs nur Gehorsamsübungen, Standruhe sowie Ablegen mit Schuss. Bei der nachfolgenden Schweissarbeit in Prüfungslänge war sie etwas gehemmt zum vorangehen, evtl. auch durch die Pfotenverletzung (Schnitt im Ballen) geländemässig teils übervorsichtig, hat aber sonst gut gesucht und wurde im Verlauf der Arbeit besser.
Anfang der Woche war immer was dazwischen gekommen, deshalb sollte heute noch mal Haarwild und Feerwildschleppe auf dem Stoppelacker geübt werden. Es war auch sehr windig und die Schleppspur evtl. nicht so stabil.
Zeder angesetzt, läuft los, bleibt dann stehen, schaut sich um „was soll ich eigentlich machen?“ – besinnt sich und verschwindet über die Strasse Richtung Grube im Wald. :-((
Also erst mal zurück, Auto geholt und an die Ecke der Grube gefahren – den Tracker hat sie ja um. Sie treibt im Wald hinter der Grube ihr Unwesen, ist ja nur ca 1 km weg, aber da kommt man nur auf weiten Umwegen hin, was nichts bringt, sie kommt näher, entfernt sich wieder, dann geht es Richtung „Läuskippel“ in den Weyerer Wald. Ich habe inzwischen getauscht und versuche mit dem geländegängigen Jeep näher dran zu kommen, nichts zu machen, auf einem Wildacker fast festgefahren. Bevor es ganz dunkel wird lieber raus aus dem fremden Wald. Auch vom Münsterer Waldrand ist nicht näher dranzukommen, da sie ständig in Bewegung ist und teilweise auch zu hören. Dann ist auch noch der Handyempfang weg.
Also wieder zurück an die Strasse in Wartestellung. Endlich scheint sie auf dem Rückweg zu sein, kommt quer durch die Grube, durch den Tümpel . . . nein sie hat nur ein Bad genommen und nimmt den bequemen Weg aussenrum, wo sie auf dem bekannten „Wechsel“ nach Hause will. Nach 3 1/2 Stunden können wir sie dann endlich kurz vor der Strasse einsammeln.
Wäre da nicht die stark befahrene Strasse, könnte man in Ruhe abwarten, bis sie selbst wieder zuhause eintrifft. Aber jede Strassenquerung ist eine hohes Risiko, erst recht im dunkeln.
Nun ist sie wohlbehalten zurück, aber ausbildungstechnisch war diese Übung eher kontraproduktiv.
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Übrigens zeigt Zenzi in diesem Jahr ganz ähnliche Verhaltensweisen und hat beschlossen, nicht zur GP anzutreten.