GP

eigentlich war das Thema im letzten Jahr schon abgehakt, aber nachdem Zeder eifersüchtig auf Bea war und unbedingt Apportieren wollte, haben wir kurz entschlossen zur GP gemeldet. Eigentlich konnte sie ja schon alles und in ca. 4 Wochen sollte das hinzubekommen sein.

Am 6./7. Oktober war es dann so weit. Es fing gut an, Federwild schleppe und Hasenschleppe im Wald (wo sie vor 2 Jahren Dummheiten gemacht hatte) alles ok. Auch das Buschieren fing so gut an, dann meinte sie aber statt die Ente zu bringen könnte man schon mal stöbern gehen und laut die Rehe verscheuchen. Das wars dann.  Wir haben aber trotzdem weiter geführt, alle weiteren Fächer bestanden und vor allem die dicke 8 im Stöbern hat mich gefreut. Es war durchaus noch eine passable Punktzahl, nur eben ohne Preis.

Übungstage

Kurz entschlossen haben wir Anfang September begonnen, auch mit Zeder wieder zu trainieren und zur GP gemeldet. Nachdem sie im Vorjahr auf den Schleppen öfter stöbern gegangen war, läuft es in diesem Jahr wieder gut und wir üben jetzt mit Wild für die Prüfung.

 

Übungstage

Anfangs der Woche war extrem wechselhaftes Wetter und sehr nass. Donnerstags hab ich dann eine Schweissfährte gelegt und Freitag früh gearbeitet, in24 die Fährte vom letzten Oktober, aber andersrum. Am zweiten Haken wollte sie geradeaus, aber an den beiden Stellen wo ich erst falsch gelaufen war (kurzer Widergang) hat sie den Weg gefunden. Es war so einigermassen. Auf jeden Fall arbeitet sie jetzt ohne lang vorher zu hungern, war nur das Frühstück ausgefallen.

Freitag Nachmittag und Samstag auf EPB Linden, Hunde nur im Auto.

Sonntag Übung im Soonwald, eigentlich war ich garnicht richtig vorbereitet. T. hat einen Hasen dabei, ich getraue mich aber nur Zeder am langen Riemen die Schleppe arbeiten zu lassen. Klappt eigentlich ganz gut. – Zita probiert auch mal auf kurze Entfernung und bringt den Hasen, ist das erste mal.

Danach ist Grillen an der Kamphütte angesagt, und Gruppenfoto. Anschliessend werden die Hunde nacheinander abgerufen, Zeder, Yaska und Zita bleiben als letzte und liegen bombenfest. Klappt doch!

Heute noch mal Hasenschleppe im Garten, sie ist mit Feuer und Flamme dabei, es hapert aber mit dem flotten aufnehmen. Noch zweimal auf kurze Entfernung, das ist ok.

erneuter Ausflug

Zurück aus dem Urlaub hatten wir letzte Wochen auf dem Stoppelacker hinter dem Hof eine lange Schleppe mit dem Apportiersack gemacht, ebenso Freitags noch eine Federwildschleppe in Rod, alles ok.

Am Sonntag beim Hundekurs nur Gehorsamsübungen, Standruhe sowie Ablegen mit Schuss. Bei der nachfolgenden Schweissarbeit in Prüfungslänge war sie etwas gehemmt zum vorangehen, evtl. auch durch die Pfotenverletzung (Schnitt im Ballen) geländemässig teils übervorsichtig, hat aber sonst gut gesucht und wurde im Verlauf der Arbeit besser.

Anfang der Woche war immer was dazwischen gekommen, deshalb sollte heute noch mal Haarwild und Feerwildschleppe auf dem Stoppelacker geübt werden. Es war auch sehr windig und die Schleppspur evtl. nicht so stabil.

Zeder angesetzt, läuft los, bleibt dann stehen, schaut sich um „was soll ich eigentlich machen?“ – besinnt sich und verschwindet über die Strasse Richtung Grube im Wald. :-((

Also erst mal zurück, Auto geholt und an die Ecke der Grube gefahren – den Tracker hat sie ja um. Sie treibt im Wald hinter der Grube ihr Unwesen, ist ja nur ca 1 km weg, aber da kommt man nur auf weiten  Umwegen hin, was nichts bringt, sie kommt näher, entfernt sich wieder, dann geht es Richtung „Läuskippel“ in den Weyerer Wald.  Ich habe inzwischen getauscht und versuche mit dem geländegängigen Jeep näher dran zu kommen, nichts zu machen, auf einem Wildacker fast festgefahren. Bevor es ganz dunkel wird lieber raus aus dem fremden Wald. Auch vom Münsterer Waldrand ist nicht näher dranzukommen, da sie ständig in Bewegung ist und teilweise auch zu hören. Dann ist auch noch der Handyempfang weg.

Also wieder zurück an die Strasse in Wartestellung. Endlich scheint sie auf dem Rückweg zu sein, kommt quer durch die Grube, durch den Tümpel . . . nein sie hat nur ein Bad genommen und nimmt den bequemen Weg aussenrum, wo sie auf dem bekannten „Wechsel“ nach Hause will.  Nach 3 1/2 Stunden können wir sie dann endlich kurz vor der Strasse einsammeln.

Wäre da nicht die stark befahrene Strasse, könnte man in Ruhe abwarten, bis sie selbst wieder zuhause eintrifft.  Aber jede Strassenquerung ist eine hohes Risiko, erst recht im dunkeln.

Nun ist sie wohlbehalten zurück, aber ausbildungstechnisch war diese Übung eher kontraproduktiv.

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Übrigens zeigt Zenzi in diesem Jahr ganz ähnliche Verhaltensweisen und hat beschlossen, nicht zur GP anzutreten.

Schonzeit Bespassung

Nach der Jagdzeit sind die Hunde etwas unterbeschäftigt. Da freut sich Zeder, wenn sie mal eine Runde neben dem Rad mit durchs Feld laufen darf, was mittlerweile ohne Leine klappt. Oder sie darf zur Abwechslung eine Schleppe machen.

Allerdings nimmt sie ihre Aufgabe manchmal nicht allzu ernst, sondern will immer mal kurz den Schleppenleger begrüssen. Da müssen wir noch dran arbeiten.

GP Ellwangen

Wir hatten uns frühzeitig ein hohes Ziel gesetzt, und gleich EPB und GP gemeldet. Nachdem wir die EPB geschafft hatten, ging es nach einer kurzen Erholungspause auf die nächste Prüfung zu. Es wurde eifrig geübt, besonders die Fächer, die bisher noch nicht so gut klappten – aber auch beim üben ging oft etwas daneben. Es war zum Haare raufen.

Die Prüfung begann mit der Schweissfährte, die wir – nicht perfekt – aber im guten Bereich meisterten. Nach dieser Hürde war mir schon etwas wohler. Zeder war schon bei der Federwildschleppe übermütig und nicht so konzentriert wie gewohnt. Und dann passierte es auf der Hasenschleppe! Der Hund hat Blödsinn im Kopp – durchgefallen. Evtl hätte ich es mit schnellerer Reaktion noch ausbügeln können. 🙁

Aber wir waren angetreten, um die Prüfung bis zu Ende zu führen. Alle anderen Fächer hat Zeder dann noch mit guten bis sehr guten Noten bestanden und ordentlich Punkte geholt.

zeder_gp_2016

Im Wasser war sie viel besser als bei der EPB, konnte hier auch die Arbeit an der lebenen Ente bestehen (die in Hessen nicht geprüft wird) und alle Gehorsamsfächer mit voller Punktzahl (womit ich nicht wirklich gerechnet hätte).

So haben wir zwar unser Ziel nicht ganz erreicht, aber die ganze Arbeit war nicht umsonst. Braves Mädchen.

Evtl. machen wir nächstes Jahr noch einen Versuch.