Die Expertenmeinungen gehen auseinander, ob man während der Ausbildung zur EPB mit dem Hund ins Gatter gehen sollte oder nicht. Wir waren jedoch der Meinung, es schadet nicht und bis zur Prüfung ist noch Zeit, notfalls den Gehorsam wieder zu festigen. Stöbern üben würde man vor der Prüfung ja auch einmal.
Die Anreise stand unter guten Vorzeichen, statt brütender Sommerhitze nach leichtem Regen etwas abgekühlt. Kurz vor dem Abzweig zum Gatter stand eine Bache mit Frischlingen auf einem abgeernteten Feld neben der Strasse.
Ausser Zenzi und Zeder waren sonst keine Wachtelhunde da, aber viel Betrieb. An die dicke Frieda sollten die beiden noch nicht, auch nicht zu den kleineren Sauen wo wir im Frühjahr waren. Deshalb mussten wir warten, bis die beiden Gattermeister mit den erfahrenen Hunden und den unerfahrenen Junghunden fertig waren. Inzwischen gibt es ein weiteres Abteil für die „Zwischenklasse“, heute exclusiv für unsere Beiden.

Während Zenzi an der Reihe war, konnte Zeder am Zaun ein Wildschwein aus dem Junghundegatter anknurren, blieb aber recht ruhig neben mir. Dann durfte Zeder los und zeigte gleich einen Kamikaze-Flug: mit grossen Sätzen den Berg runter, verschwand fliegend in einem tiefen Steinbruch-Trichter und mit 2 Sätzen wieder raus und fand kurz darauf die Sau und wurde laut.
Beide Schwestern haben gut gearbeitet, haben selbständig die Sau gefunden, verbellt und mehrmals in Bewegung gebracht. Gegenüber dem ersten Gatterbesuch konnten wir eine deutliche Steigerung beobachten. Dafür hat sich die weite Fahrt gelohnt!
Auch der Gattermeister und Zuschauer waren zufrieden.